3. Konzert

Der in Böhmen geborene Ignaz Franz Biber spielte mehr als dreissig Jahre lang am Hofe des Erzbischofs in Salzburg, zuerst als virtuoser Geiger, später als Kapellmeister. Die Suite
Batallia gibt Szenen einer Schlacht wieder, ist aber zugleich Bacchus gewidmet – ein sogenanntes Repräsentationsstück, das vermutlich für ein höfisches Karnevalsfest geschrieben wurde. Im Gegensatz zur Sinfonie «mit dem Paukenschlag», die Joseph Haydn schlagartig berühmt machte, nimmt in der Sinfonie «mit dem Paukenwirbel» die Pauke eine prominente musikalische Stellung ein. Sie gibt nicht nur den ersten Ton an, sondern hat auch im 2. Satz eine besondere Rolle. Die ganze Sinfonie ist ein Beispiel für Haydns Kunst, mit nur wenigen musikalischen Gedanken grosse Musik zu formen. Nicoló Paganinis Leidenschaft bestand darin, die Grenzen seines Instruments auszuloten. Dafür genügten ihm letztlich nur noch seine eigenen Kompositionen. Sie erfordern ein Höchstmass an Finger- und Bogentechnik und verlangen von jedem Virtuosen ein stupendes Können. Wegen seines 3. Satzes, in dem ein Glöckchen jeweils die Wiederkehr des Rondo-Themas ankündigt, erhielt sein 2. Violinkonzert den Übernamen «La Campanella». Der junge Geiger Yury Revich gewann 2016 den ECHO Klassik Preis als «Newcomer of the Year». Er verfügt über eine aussergewöhnliche Vielseitigkeit, die von der Musik des Barocks bis in die zeitgenössische Avantgarde reicht.

 

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