5. Konzert

Die Auszeichnungen und Ehrungen, die Pierre Laurent Aimard weltweit erhalten hat, sind kaum aufzuzählen. Er ist ein inspirierender Interpret von Werken aller Musikepochen und ganz besonders der französischen Spätromantik. Ravel hat in seinem Klavierkonzert G-Dur baskische Volksmusik, klassische Klavierkunst und Jazz-Elemente vermischt. Frei von allen Bombastizismen wollte sich Ravel hier äussern – fein, unterhaltsam, im klassischen Geiste. Die kleine Suite «Children’s Corner» schrieb Claude Debussy für seine dreijährige Tochter. Inhaltlich für Kinder gedacht, jedoch keineswegs leicht zu spielen, zeigt die Suite Debussys leichthändigen Umgang mit populären Musiktrends. Bizet war eine musikalische Frühbegabung ähnlich wie Mozart, Mendelssohn oder Schubert. Die Sinfonie Nr. 1 C-Dur, die Bizet im Alter von siebzehn Jahren komponierte, offenbarte neben einer bemerkenswerten Beherrschung der kompositorischen Technik die gekonnte Instrumentation. Das Werk wurde zu Lebzeiten Bizets nie aufgeführt, erst ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod wurde das Manuskript gefunden. Felix Weingärtner führte die Sinfonie 1935 erstmals in Basel auf. Von der klaren Rhythmik, der übersichtlichen Gliederung und dem leichten Tonfall dieses jugendlichen Geniestreiches fühlten sich insbesondere Tänzer angezogen. Es gibt daher eine ganze Reihe von Choreographien zu dieser Musik, darunter vom grossen George Balanchine.

 

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