Orchester
Geschichte

Das Collegium Musicum Basel (cmb) wurde 1951 von engagierten Musikerinnen und Musikern des damaligen Basler Theaterorchesters und dessen Kapellmeister Albert E. Kaiser gegründet. Heute ist es das älteste freie Berufsorchester der Stadt. Mit rund 50 professionellen Musikerinnen und Musikern und einem Abo-Zyklus von sieben Konzerten im Stadtcasino Basel hat es sich fest im Basler Musikleben etabliert.

Der traditionsreiche Name «Collegium Musicum Basel» steht für eine fast 300-jährige Geschichte – und zugleich für eine Verpflichtung: musikalische Qualität, Eigenständigkeit und Nähe zum Publikum. Das Orchester arbeitet seit seiner Gründung ohne staatliche Subventionen und wird von Gönnern und Sponsoren getragen. Besonders geschätzt wird das cmb für seine Interpretation von Werken der Klassik und Romantik sowie für seine enge Verbindung zum Publikum – eine Nähe, die es bei jedem Konzert spürbar macht. In seiner langen Geschichte musizierte das Orchester mit zahlreichen international renommierten Solistinnen und Solisten – darunter Martha Argerich, Rudolf Buchbinder, James Galway, Andreas Scholl, Barbara Bonney, Fazil Say, Arabella Steinbacher, Claire Huangci und viele mehr.



Unter Albert E. Kaiser baute das Orchester seinen Wirkungskreis konsequent aus. Als Kaiser im Jahre 1955 zum damals noch jungen Medium Fernsehen wechselte, wurde das cmb vertraglich als Orchester des Schweizer Fernsehens verpflichtet und wirkte an einer grossen Zahl von musikalischen Sendereihen mit.

Ab 1961 war es elf Jahre lang fester Bestandteil der Mozart-Wochen in Interlaken, wo es mit vielen der bedeutendsten Sängerinnen und Sängern seiner Zeit zusammenarbeitete. Hinzu kamen kommentierte Jugendkonzerte, grosse Chorwerke sowie Gastspiele und Tourneen nach Italien, Frankreich, Österreich, Israel, Deutschland und in die damalige Tschechoslowakei.

Nach über 50 Jahren übergab Albert E. Kaiser die künstlerische Leitung an den jungen Basler Dirigenten Simon Gaudenz.


Dirigenten:

Ab der Saison 2004/05 prägte Simon Gaudenz das Orchester mit neuen Repertoire- Schwerpunkten, etwa mit Werken des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, sowie durch verstärkte Aufführungen vokaler Musik. Eine erfolgreiche Spanien-Tournee 2009 (Valencia, Castellón, Burgos, Avilés) knüpfte an die Tradition internationaler Gastspiele an. Der mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Dirigent beeinflusste massgeblich die Entwicklung des Orchesters mit neuen Repertoireschwerpunkten und einer zielgerichteten künstlerischen Arbeit.

Von September 2011 bis Juni 2018 übernahm der junge, ebenfalls mit Preisen ausgezeichnete und international erfolgreiche Dirigent Kevin Griffiths die musikalische Leitung des 
Orchesters. Neben den grossen klassischen Orchesterwerken legte er grossen Wert darauf, sowohl etwas in Vergessenheit geratene musikalische Schätze als auch ungewohnte neuere Werke zur Aufführung zu bringen. Sein musikalisches Programm knüpfte nicht zuletzt an die Rezeption klassischer Musik im angelsächsischen Raum an. Seit 2018 wirkt Griffiths als ständiger Gastdirigent des City Light Symphony Orchestra, unter anderem im KKL Luzern.

2018 hat das cmb mit Johannes Schlaefli ein neues, vielversprechendes Kapitel in seiner Geschichte aufgeschlagen. Der Dirigent geniesst internationales Renommee und war Professor für Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste. Während Jahren leitete er die «Serenata Basel» – das heutige Kammerorchester Basel (KOB). Mit der Saison 23/24 endet sein Dirigat.

 

Seit der Saison 2024/25 prägt Jan Schultsz (zur Biografie), der in Basel ansässige Dirigent und Professor für Kammermusik und Liedgestaltung an der Musikhochschule Basel, die vielversprechende künstlerische Ausrichtung des cmb. Erstmals wurde mit Benjamin Reiners (zur Biografie) zudem ein Erster Gastdirigent ernannt.

Neben den Abonnementskonzerten ist das cmb stark in der Musikvermittlung und Nachwuchsförderung engagiert. Es bringt regelmässig Preisträgerinnen und Preisträger internationaler Wettbewerbe nach Basel – oft lange bevor sie als Stars bekannt werden. Sol Gabetta, Noëmi Nadelmann oder Claire Huangci standen beim cmb auf der Bühne, als ihre Karrieren noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung standen.

Auch auf lokaler Ebene ist das Engagement stark: In enger Partnerschaft mit der Musik-Akademie Basel gestalten Jugendorchester der Musikschule vor jedem Abokonzert ein frei zugängliches Vorkonzert. Familienkonzerte mit spannender Moderation und interaktive Schulprojekte bringen klassische Musik direkt zu Kindern und Jugendlichen – und wecken so Begeisterung weit über den Konzertsaal hinaus. Sehr erfreulich ist auch die neue Zusammenarbeit mit dem renommierten und traditionsreichen Basler Bach-Chor, der seit 1986 unter der künstlerischen Leitung von Joachim Krause steht.

Mit Freude an der Musik gemeinsam in die Zukunft: Freunde, Gönner, Paten und Donatoren des cmb erhalten exklusive Vergünstigungen und Angebote.

Vertiefen Sie Ihr Engagement!