75 Jahre
Collegium Musicum Basel
Ein Rückblick
19.06.2026
Das Collegium Musicum Basel hat sein 75-Jahr-Jubiläum mit einem fulminanten Konzert mit prominenten Gastrednern, musikalischer Überraschung und der Stabübergabe an den neuen Präsidenten gefeiert. Das Stadtcasino Basel war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Danach wurde zum Apéro eingeladen und gefeiert. Als Dankeschön haben alle Besuchenden die Jubiläumsfestschrift "75 Jahre Collegium Musicum Basel"* erhalten.
Das Programm des Festakts
19.06.2026 | ab 19:30 Uhr
Begrüssung cmb-Präsident
Dr. Hans Martin Tschudi
Antonín Dvořák (1841–1904)
Konzert für Violoncello und Orchester
op. 104, h-Moll (1895)
Daniel Müller-Schott, Violoncello
Jan Schultsz, Dirigent
Festansprache
Dr. Conradin Cramer, Regierungspräsident
des Kantons Basel-Stadt
Grusswort
Thomas Waldner, Leiter Musikschule Basel
Musikalische Überraschung
des Orchesters
Verdankung
Dr. Hans Martin Tschudi
und Buchpräsentation
«75 Jahre cmb»
Amtsübergabe
an den neuen Präsidenten Hans-Peter Hadorn
Einladung
zum Apéro und zur Festparty
im ganzen Haus
Die Reden zum Festakt
Rede zur 75-Jahrfeier des Collegium Musicum Basel
von Regierungspräsident Dr. Conradin Cramer
gehalten am 19. Juni 2026 im Stadtcasino
Frau Grossratspräsidentin
Herr Präsident und alt Regierungsrat
Herr Chefdirigent
Sehr geehrte Musikerinnen und Musiker,
Gönnerinnen und Gönner,
Freundinnen und Freunde des Collegium Musicum Basel
Meine Damen und Herren
Nach diesen wunderbaren Klängen hat es jede Rede schwer. Ich verspreche Ihnen deshalb zweierlei: Erstens, mich kurz zu fassen, auch weil ich mich selbst am meisten darauf freue, das Orchester noch einmal zu hören. Und zweitens will ich mich bemühen, den richtigen Ton zu treffen.
Antonín Dvořáks Cellokonzert gehört zweifellos zu den grossen Werken der Musikliteratur. Es lebt vom Zusammenspiel zwischen dem Einzelnen und dem Ganzen: Ein Solist kann noch so brillant sein – erst im Dialog mit dem Orchester entfaltet sich die ganze Kraft dieses Werkes. Und für mich liegt darin auch ein schöner Gedanke für diesen Jubiläumsabend hier im Stadtcasino. Denn auch die Geschichte des Collegium Musicum Basel ist keine Geschichte einzelner Personen. Sie ist die Geschichte vieler Menschen, die über Jahrzehnte hinweg gemeinsam etwas aufgebaut haben.
Heute feiern wir diese Geschichte: 75 Jahre Collegium Musicum Basel.
75 Jahre Leidenschaft für die Musik.
75 Jahre ehrenamtliches Engagement.
75 Jahre kulturelle Eigenständigkeit.
Und 75 Jahre Verbundenheit mit Basel.
Als Albert Kaiser im Jahr 1951 gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern des damaligen Basler Theaterorchesters dieses Ensemble gründete, konnte niemand ahnen, welche Erfolgsgeschichte daraus entstehen würde. Aus einer Initiative engagierter Musikschaffender wurde das älteste freie Berufsorchester unserer Stadt – ein Klangkörper, der heute mit rund 50 professionellen Musikerinnen und Musikern fest zum kulturellen Leben Basels gehört.
Was mich besonders beeindruckt: Das Collegium Musicum Basel ist seinen eigenen Weg gegangen: Seit 75 Jahren ohne staatliche Subventionen. Seit 75 Jahren getragen von Begeisterung, Überzeugungskraft und einem ausserordentlichen Netz von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Wenn man auf diese Geschichte blickt, denkt man zuerst an die Musik. An die Konzerte. An die grossen Solistinnen und Solisten. An Tourneen, an Nachwuchsförderung und Sternstunden auf der Bühne. Doch hinter jedem Konzert stehen viele weitere Menschen: Frauen und Männer, die organisieren, planen, Sponsoren gewinnen, Budgets verantworten, vermitteln und überzeugen. Wer ein Orchester 75 Jahre lang lebendig hält, beweist nicht nur musikalische, sondern auch gesellschaftliche Kraft und Ausdauer.
Im Collegium Musicum engagieren sich aktuell neun ehrenamtliche Vorstandsmitglieder mit eben dieser Ausdauer für den Erfolg des Orchesters. Wenn man die Geschichte des Collegium Musicum Basel betrachtet, fällt auf: Es gab in 75 Jahren lediglich fünf Präsidenten. Das beweist Kontinuität. Es zeigt auch, dass immer wieder Persönlichkeiten bereit waren, Verantwortung über lange Zeiträume hinweg zu übernehmen.
Und zwei Jahrzehnte lang stand an der Spitze dieses Engagements eine Persönlichkeit, die das Collegium Musicum entscheidend geprägt hat:
Lieber Hans Martin Tschudi
Zwanzig Jahre lang haben Sie dieses Orchester als Präsident begleitet und geprägt. Mit Umsicht, Beharrlichkeit und grossem persönlichem Engagement haben Sie dem Collegium Musicum Basel Ruhe, Stabilität und finanzielle Sicherheit gegeben und damit entscheidend zu seiner erfolgreichen Entwicklung beigetragen.
Zwanzig Jahre Ehrenamt bedeuten nicht zwanzig Jahre repräsentative Auftritte. Sie bedeuten zwanzig Jahre Sitzungen. Zwanzig Jahre Budgetdiskussionen. Zwanzig Jahre Sponsorengespräche, Telefonate, Briefe, E-Mails und Entscheidungen. Und wahrscheinlich auch zwanzig Jahre der Kunst, Probleme zu lösen, bevor andere überhaupt bemerkt haben, dass es sie gibt.
Wer ein freies Berufsorchester durch zwei Jahrzehnte begleitet, braucht Leidenschaft für die Musik, diplomatisches Geschick, und vor allem die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen. Sie, lieber Hans Martin Tschudi, haben mit dieser Leidenschaft und diesen Fähigkeiten das Collegium Musicum zum Guten geprägt. Ihr langjähriges grosses Engagement verdient grössten Dank – und tosenden Applaus!
Und heute übergibt Hans Martin Tschudi den Staffelstab an Hans-Peter Hadorn. Er steht bereit, als neuer Präsident, Verantwortung zu übernehmen. Lieber Herr Hadorn, Sie übernehmen keinen leichten Auftrag – aber einen schönen. Und Sie übernehmen ihn zu einem Zeitpunkt, an dem das Collegium Musicum Basel mit Selbstvertrauen auf seine Geschichte und mit Zuversicht in seine Zukunft blicken darf. Sie dürfen dabei auf ein starkes Fundament bauen: auf einen engagierten Vorstand, auf hervorragende Musikerinnen und Musiker, auf ein treues Publikum und auf eine Institution, die tief in Basel verwurzelt ist.
Meine Damen und Herren
Heute musizieren hier Menschen aus vielen Ländern und unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Sie alle vereint eine gemeinsame Sprache: die Musik. Vielleicht ist gerade das eine der schönsten Botschaften dieses Abends. In einer Zeit, die oft von Trennung, Unsicherheit und Lautstärke geprägt ist, erinnert uns ein Orchester daran, was möglich wird, wenn Menschen aufeinander hören: Nicht alle spielen dieselbe Stimme. Nicht alle haben dieselbe Aufgabe. Aber gemeinsam entsteht etwas Grösseres als die Summe seiner Teile. Das gilt für ein Orchester. Es gilt auch für eine Gesellschaft.
Deshalb danke ich heute den 52 Musikerinnen und Musikern, dem neunköpfigen Vorstand, den Dirigenten, den Gönnerinnen und Gönnern und allen, die das Collegium Musicum Basel in den vergangenen 75 Jahren begleitet und durch kontinuierliches Engagement gestützt haben.
Sie alle haben dazu beigetragen, dass Basel klingt – und weit über seine Grenzen hinaus als Kulturstadt wahrgenommen wird. Dafür danke ich Ihnen.
Im Namen des Regierungsrates des Kantons Basel-Stadt gratuliere ich dem Collegium Musicum Basel herzlich zu seinem 75-jährigen Jubiläum. Für die kommenden Jahre wünsche ich Ihnen weiterhin Mut, Neugier, musikalische Sternstunden und ein begeistertes und zahlreiches Publikum.
Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank!
Grusswort von Thomas Waldner,
Leiter Musikschule Basel
gehalten am 19. Juni 2026 im Stadtcasino
Sehr geehrter Herr Regierungspräsident Conradin Cramer
Sehr geehrter Hans-Martin Tschudi
Sehr geehrte Mitglieder des Vorstands
Liebe Musikerinnen und Musiker
Sehr verehrtes Publikum
Sie fragen sich vielleicht, wieso ich als Leiter der MSB hier zu Ihnen spreche. Der Grund ist, dass auch ich Ihnen ein Jubiläum verkünden darf. Es sind zwar nicht 75 Jahre, aber vor 20 Jahren sind das Collegium Musicum Basel und die Musikschule Basel eine Kooperation eingegangen.
Wie sieht diese Kooperation aus?
Die MSB tritt 6 Mal pro Jahr im Rahmen eines Vorkonzertes auf, eine gute Stunde vor dem Hauptkonzert. Es treten dabei primär unsere Grossformationen auf, das sind die Orchester und die Chöre.
Dieses Vorkonzert beginnt jeweils um 18.15h und dauert ca. eine halbe Stunde. Danach wird die Bühne für das um 19.30h beginnende Hauptkonzert umgebaut.
Welche Ziele streben wir mit dieser Kooperation an?
1. Wir ermöglichen den Schülerinnen und Schülern der Musikschule einen Auftritt hier auf der Bühne des Stadtcasinos. Sie erhalten damit die einmalige Gelegenheit, die Akustik und Ambiance dieses Musiksaals selbst zu erleben. Motivation und Förderung sind dabei die Kerngedanken.
2. Wir möchten die jungen Musikerinnen und Musiker sowie deren Familien dazu animieren, sich nach dem eigenen Auftritt im Vorkonzert auch das Hauptkonzert mit den Profis des CMB anzuhören. Die Ziele hierbei sind: Erhalt eines interessierten Publikums und Förderung des Nachwuchs.
Diese Kooperation mit dem CMB ist einer der Bausteine bei der Erfüllung unserer Aufgabe und unseres Auftrags als Musikschule Basel. Dieser lautet: Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die Musik zu begeistern und sie zu befähigen sich auf dem Instrument oder mit der eigenen Stimme musikalisch auszudrücken. Darüber hinaus ist es für uns als Musikschule aber von zentraler Bedeutung, das Zusammenspiel zu fördern, sei es im Orchester, im Ensemble oder in einer Band.
Vielleicht hatten Sie selbst einmal die Gelegenheit, in einem Orchester mitzuspielen oder in einem Chor zu singen? Falls ja, dann kennen Sie dieses unbeschreibliche Erlebnis, Teil eines Klangkörpers zu sein und sich mitten in einem Kosmos aus Tönen und Klängen zu befinden, gemeinsam Musik entstehen zu lassen und mit seinem Instrument zu etwas Grossem beizutragen.
Gemeinsamkeit ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. In einem Orchester zu spielen ist nicht kompetitiv, wie z.B. im Mannschaftssport, sondern kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten sich dem grossen Ganzen verpflichten. Im Zusammenspiel lernen unsere Schülerinnen und Schüler, aufeinander zu hören, verschiedene Rollen zu übernehmen und sich in den Dienst einer grösseren Sache zu stellen. Dies hat einen hohen künstlerischen und pädagogischen Wert, aber auch einen positiven Effekt in unserer heutigen Welt, welche die individuellen Bedürfnisse hoch gewichtet.
Diesen Fokus und diese Energie verspüren sie aber auch als Zuhörerin oder Zuhörer im Publikum.
Wissen Sie übrigens, an was Sie ein gutes Orchester unter anderem erkennen? Am Pianissimo, am Spiel im sehr leisen Bereich, fast an der Hörbarkeitsgrenze. Hier zeigt sich, ob der Orchesterklang immer noch warm, transparent und sauber intoniert bleibt oder zerfällt und unscharf wird. Auch dies eine wichtige Erkenntnis in einer oft lauten Welt.
Es freut mich auch sehr, dass die Freude am Orchesterspiel bei unseren Schülerinnen und Schülern ungebrochen ist und wir alle Register auf den verschiedenen Niveaustufen immer wieder besetzen können. Trotzdem ist es kein Selbstläufer und braucht von allen Beteiligten ein hohes Engagement und das viel zitierte «feu sacré», um die Schülerinnen und Schüler immer wieder für die Teilnahme im Orchester zu begeistern. Mein Dank geht hier deshalb ausdrücklich an die Dirigentinnen und Dirigenten unserer Orchester, an das Leitungsteam der Chöre, an alle Assistenzen und nicht zuletzt auch an alle Lehrpersonen der Musikschule Basel.
Sie merken, das Thema Orchesterspiel und Chorsingen liegt mir am Herzen und ich muss etwas aufpassen, meine Redezeit nicht zu überziehen. Es wurde mir für diesen Fall mit schweren Konsequenzen gedroht.
Wie sieht die Zukunft der Kooperation zwischen dem CMB und der MSB aus?
Ganz einfach: «Never change a running system» dürfte ein guter Leitgedanke sein und einer Weiterführung unserer Kooperation steht nichts im Wege. Selbstverständlich werden wir uns weiterhin Gedanken darüber machen, wie wir unsere Zusammenarbeit vertiefen und verbessern können. Institutionell wird Martin Neher weiterhin als Vertreter der Musikschule Basel Einsitz im Vorstand des CMB haben. Auch ihm spreche ich an dieser Stelle ein grosses Dankeschön aus.
Nun möchte ich aber vor allem dem Orchester und seinem Vorstand zum 75-jährigen Jubiläum gratulieren. Seit Jahrzehnten haben sich verschiedenste Menschen mit viel Herzblut für das CMB engagiert, sei es im Vorstand, als Dirigentin oder Dirigent oder als Musikerin und Musiker. Sie haben das Orchester zu dem gemacht, was es heute ist: ein professioneller Klangkörper, welcher seinen festen Platz im reichhaltigen Kulturangebot der Stadt Basel hat und uns immer wieder mit spannenden Konzertprogrammen überrascht und begeistert.
Besonders Hans-Martin Tschudi sei hier für seine jahrzehntelange Arbeit gedankt. Er hat das CMB dank seinem Engagement und einem hervorragenden Netzwerk in Basel etabliert und seine Existenz gesichert. Wer in Basel kennt HamaTschu nicht?
Mein letzter und innigster Dank geht an die Musikerinnen und Musiker und ihrem Dirigenten Jan Schultsz. Danke für unvergessliche Konzertmomente mit grossen Emotionen und unvergesslichen Erlebnissen. Ihr macht Musik immer wieder zum Erlebnis. Wir freuen uns bereits jetzt auf die vielen kommenden Konzerte mit Euch.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.
Schlussansprache von Dr. Hans Martin Tschudi,
Präsident des Collegium Musicum Basel,
gehalten am 19. Juni 2026 im Stadtcasino
Ich bedanke mich sehr herzlich für die wunderbare musikalische Überraschung des Orchesters. Dann gilt mein aufrichtiger Dank Herrn Regierungspräsident Dr. Conradin Cramer für die wohlwollende und liebenswürdige Würdigung unseres Orchesters und meiner Tätigkeit als Präsident. Wir sind sehr froh, von unserem Kulturminister zu hören, dass er das musikalische Engagement vom CMB schätzt. Auch Herrn Thomas Waldner sei herzlich gedankt für seine positive Einschätzung der Zusammenarbeit mit den Jugendformationen der Musikschule, wirklich eine freudige Angelegenheit.
Meine Damen und Herren, das heutige Jubiläum erfüllt uns mit grosser Dankbarkeit, mit Stolz und mit Zuversicht. Seit seiner Gründung steht unser Orchester für künstlerische Qualität auf hohem Niveau, für Verlässlichkeit und für eine lebendige, stets neugierige Auseinandersetzung mit der Musik. Dass wir dieses Jubiläum im berühmten Musiksaal des renommierten Stadtcasinos Basel feiern dürfen, ist ein besonderes Geschenk. Dieser Saal ist Heimat und Klangraum zugleich – ein Ort, an dem Generationen von Musikerinnen und Musikern das Publikum berührt, begeistert und inspiriert haben.
Das Collegium Musicum Basel ist ein Berufsorchester von herausragender Qualität. In 75 Jahren haben lediglich fünf Chefdirigenten die künstlerische Verantwortung getragen. Diese aussergewöhnliche Kontinuität hat Identität gestiftet und dem Orchester einen unverwechselbaren Klang verliehen. Sie ist Ausdruck gegenseitigen Vertrauens und einer gemeinsamen Vision.
Unser Repertoire spannt den Bogen von der Klassik über die Romantik bis zur Moderne. Dabei geht es uns nicht nur um die Pflege grosser Traditionen, sondern ebenso um Offenheit, Entdeckungsfreude und lebendige Vermittlung. Musik soll Freude bereiten, berühren, fordern und verbinden – über Generationen hinweg.
Ein besonderes Anliegen ist uns die Förderung junger Talente. Die Zusammenarbeit mit den Jugendformationen der Musikakademie Basel, sowie mit Preisträgerinnen und Preisträgern des renommierten ARD-Wettbewerbs in München ist Ausdruck unserer Überzeugung, dass Exzellenz Zukunft braucht. Junge Musikerinnen und Musiker erhalten bei uns eine Bühne, Erfahrung und Ermutigung und bereichern zugleich unser eigenes künstlerisches Leben.
Vor zwanzig Jahren wurden die Vorkonzerte mit Jugendformationen der Musikakademie Basel ins Leben gerufen. Was damals als ergänzendes Angebot begann, ist heute eine geschätzte und beliebte Institution.
Für mich persönlich war es ein grosses Privileg, die letzten zwei Jahrzehnte als Präsident an der Spitze dieses wunderbaren Berufsorchesters stehen zu dürfen. Ich durfte qualifizierte, engagierte und liebenswürdige Musikerinnen und Musiker erleben, inspirierende Dirigenten, grosszügige Fördernde und Sponsoren, treue Abonnentinnen und Abonnenten, sowie ein Publikum, das unsere Konzerte schätzt und uns mit seiner Begeisterung trägt. Ihnen allen gilt mein aufrichtiger Dank.
Ein Orchester ist mehr als die Summe seiner Mitglieder. Es ist ein lebendiger Organismus, getragen von Leidenschaft, Disziplin und gemeinsamer Verantwortung. Dass das Collegium Musicum Basel heute so kraftvoll und zukunftsgerichtet dasteht, verdanken wir vielen Menschen auf und hinter der Bühne, vor allem auch einem exzellenten und fachkundigen Vorstand. Vielen Dank für die grossartige jahrelange Zusammenarbeit.
Ich bedanke mich sehr herzlich beim Chefdirigenten Jan Schultsz für die musikalische Überraschung und die erfreuliche Zusammenarbeit, er soll die erste Rose von mir erhalten. Die zweite Rose erhält unser Konzertmeister, Philippe Villafranca, stellvertretend für das ganze Orchester. Ich hätte gerne jeder Musikerin und jedem Musiker eine Rose persönlich übergeben, als Zeichen meiner persönlichen Anerkennung und Wertschätzung. Ihr seid ganz einfach ein tolles Orchester.
Dann bedanke ich mich beim Vizepräsidenten des CMB, Dr. Erich Mäder, der diesen Anlass organisiert hat.
Ein grosser Dank geht an das Team des Stadtcasinos mit Thomas Koeb an der Spitze, an Frau Rouvière und ihr Team vom Musikhaus Bider & Tanner, an Herrn Alaj von unserer Druckerei und an unsere Wiener Agentur, mit Verena Mitterrutzner.
Meine Damen und Herren, möge das Collegium Musicum Basel auch in den kommenden Jahrzehnten in der Basler Kultur- und Musikszene ein Ort musikalischer Exzellenz, der Begegnung und der Inspiration bleiben. Ich schliesse mit einem Zitat von Friedrich Schiller: „Alle Kunst ist der Freude gewidmet und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken.“
Ich komme nun zur Präsentation unserer Festschrift. Der Autor, Dr. Gilbert Thiriet, war jahrelang Vizepräsident des Collegium Musicum Basel. Er sitzt irgendwo hier im Saal. Als ehemaliger Strafgerichtspräsident war er gewohnt und geübt, konkrete Sachverhalte und Tatbestände zu analysieren und zu bewerten. Die neue Festschrift ist somit korrekt niedergeschrieben und verfasst und trägt ohne Zweifel das Gütesiegel Thiriet. Eine tolle Schrift, die sich aus der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum und der Neuzeit von 2001 bis 2026 zusammensetzt. Ich habe sie mit grosser Freude gelesen. Sie werden ein Exemplar beim Apéro erhalten und mit nach Hause nehmen können. Ich wünsche Ihnen viel Spass bei der Lektüre. Ich denke, dem Verfasser gebührt unser grosser Dank und ein gebührender Applaus. Er hat uns ein eindrückliches Jubiläumsgeschenk gemacht.
Der Zeitpunkt der Amtsübergabe ist gut gewählt. Ich übergebe meinem Nachfolger Hans Peter Hadorn ein KMU, das in der Basler Musikszene hohe Wertschätzung genießt und etabliert ist. Das CMB ist finanziell und institutionell konsolidiert. Für mich, Hans Peter, war es ein Privileg, an der Spitze dieser bekannten Basler Institution zu stehen. Du bringst als ehemaliger Direktor der Schweizer Rheinhäfen alle Voraussetzungen mit, bist ein geübter Manager und Ökonom und vor allem liebst du die Musik, was wohl das Wichtigste ist. Ich übergebe dir diesen symbolischen Violinschlüssel, der dir Orientierung sein soll. Einen normalen Büroschlüssel gibt es beim CMB ja nicht, da wir keine Geschäftsräume haben. Im neuen Amt wünsche ich Dir viel Freude, Energie und Erfolg.
Ich bin am Ende meiner Ausführungen.
Ich darf Sie nun zu einem Apéro Riche einladen in den beiden Foyers und im Hans-Huber-Saal.
Es sollte alles bereitgestellt sein und wir alle vom Vorstand und vom Orchester freuen uns sehr, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und auf unser großartiges Orchester anzustoßen.
Ein Beitrag von Hans Martin Tschudi
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Die Festschrift zum Jubiläum
Autor: Dr. Gilbert Thiriet
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Erschienen in Primenews 25.06.2026