LOUIS AMADEUSSIERT
Im ersten Teil des Abends, der sich zwei grossen österreichischen Komponisten widmet, gehört die Bühne dem Schweizer Pianisten Louis Schwizgebel, dessen elegante, fantasievolle Interpretationen ebenso gerühmt werden wie sein ausdrucksstarker lyrischer Stil und seine kristallklare Artikulation. Gemeinsam mit dem cmb spielt er das 1785 entstandene Klavierkonzert Nr. 21 in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der Erfolg seiner dritten Sinfonie, die Richard Wagner gewidmet ist, verlangte Anton Bruckner viel Durchhaltevermögen ab. Die erste Fassung von 1872/73 wurde nie aufgeführt, die Uraufführung der zweiten 1877 in Wien war ein Fiasko. Während der Aufführung verliessen Teile des Publikums den Saal und sogar einige Orchestermitglieder die Bühne. Zuspruch von Kollegen, namentlich von Gustav Mahler, ermutigte Bruckner dennoch, eine dritte Fassung in Angriff zu nehmen. Deren Uraufführung 1890, ebenfalls in Wien, unter der Leitung von Hans Richter, einem Freund und ehemaligen Assistenten von Richard Wagner, wurde schliesslich zu einem Triumph.
Dirigiert wird das Collegium Musicum Basel an diesem Abend von seinem künstlerischen Leiter Jan Schultsz.